Arche Brandshagen

In der Arche Brandshagen sind alle willkommen,
die für Mensch und Tier Hilfen anbieten möchten oder die Hilfe benötigen!

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Inspirationen aus dem Naturgarten

Ruhe vom Alltag, verträumte, lauschige Plätze, ein buntes Blütenmeer und eine lebendige Tierwelt – so beschreibt der NABU einen Naturgarten. Auf der Arche Brandshagen findet sich vieles davon wieder – zum genießen für Besucher und als Anregung für den eigenen Garten. Zwischen Eschen, Obstbäumen, Wildkräutern und Sträuchern können Menschen die Natur unmittelbar erleben. Hier entdecken Besucher heimische Pflanzen, summen Wildbienen zwischen den Blüten, reifen Mirabellen zu Marmelade heran und lädt ein Barfußpfad dazu ein, den Boden wieder bewusst wahrzunehmen.

Schritt für Schritt durchs Grün
– entdecken Sie unseren Naturgarten

Ein Naturgarten orientiert sich an den natürlichen Gegebenheiten und bietet heimischen Pflanzen und Tieren einen wertvollen Lebensraum. Statt eines perfekt gepflegten Rasens stehen Vielfalt, heimische Arten und natürliche Kreisläufe im Mittelpunkt. Blühpflanzen versorgen Insekten mit Nahrung, Sträucher und Bäume bieten Schutz und Rückzugsorte, während die Natur sich an vielen Stellen weitgehend frei entfalten darf. Wir möchten zeigen, dass schon mit einfachen Mitteln ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden kann

Gemeinsam ernten, gemeinsam genießen
– unsere Obstbäume

Hier gedeihen Mirabellen, Pflaumen und Äpfel, z.B. vom Gravensteiner Apfelbaum. Mit ihren Blüten bereichern sie im Frühjahr unseren Naturgarten und bieten zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle. Im Sommer und Herbst profitieren wir von ihren Früchten. Die Ernte ist für uns mehr als das Sammeln von Obst – sie ist gelebte Gemeinschaft. Vereinsmitglieder und freiwillige Helfer, beispielsweise im Rahmen von WWOOF, ernten gemeinsam die reifen Früchte. Besonders freuen wir uns jedes Jahr auf unsere Mirabellen und Brombeeren, aus denen wir mit viel Freude unsere eigene Marmelade kochen.

Unser Obstgarten soll auch in Zukunft weiterwachsen. Geplant ist, weitere Apfelsorten zu pflanzen – von Früh- über Herbst- bis hin zu Lageräpfeln. So möchten wir die Vielfalt alter und robuster Sorten fördern und über viele Monate hinweg frisches Obst aus dem eigenen Garten genießen können.

Schon gewusst?

Mit deutschen Äpfeln kann man durchaus den Bedarf übers ganze Jahr abdecken. Äpfel aus der Region sind allerdings nicht pauschal klimafreundlicher als zum Beispiel Äpfel aus Neuseeland. Zum Glück bleiben Äpfel bei richtigen Lagerbedingungen bis zu einem Jahr haltbar. Suchen Sie einen kühlen, trockenen und dunklen Ort: Solange die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt sinken, gibt es keinen besseren Ort als einen Erdkeller, um Äpfel über den Winter zu lagern.

Regional ist gut. Saisonal ist besser.

Unsere Bäume und Sträucher
– ein lebendiger Lebensraum

Auf der Arche gehören Pflanzen und Tiere untrennbar zusammen. Bereits im zeitigen Frühjahr ist die Salweide mit ihren Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Hummeln. Im Sommer locken die Blüten unserer Sommerlinde unzählige Insekten an, während Weißdorn, Hasel und Brombeeren Schutz und Nahrung für viele Tierarten bieten. Auch unsere Rehe, Esel und Schafe profitieren von dieser Vielfalt: Frische Zweige von Hasel, Weißdorn, Brombeere oder Wildrose gehören regelmäßig zu ihrem natürlichen Futter. So wird auf der Arche jeden Tag sichtbar, wie eng Pflanzen, Tiere und Menschen miteinander verbunden sind und wie wichtig eine vielfältige Natur für das Leben aller ist.

Auch Totholz gehört in einen Naturgarten. Über einen toten Baum freut sich nicht nur der Specht. Für Wildbienen z.B., Siebenschläfer oder Fledermäuse ist er schnell ein wichtiges Quartier  – als wertvoller Beitrag zur Artenvielfalt.

Schon gewusst?

Benjeshecken oder Totholzhecken sind Hecken, die durch linienhafte, lockere Ablagerungen von hauptsächlich dünnerem Gehölzschnitt, wie Ästen und Zweigen, durch Samenanflug oder Initialpflanzungen entstehen. Hermann Benjes beschrieb dieses Vorgehen Ende der 1980er Jahre. Benjeshecken bieten Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung, so dass diese mit ihrem Kot oder ihren Nahrungsdepots das Aussamen von Gehölzen beschleunigen sollen.

Natur mit allen Sinnen

Die Natur lässt sich nicht nur sehen – man kann sie hören, riechen und fühlen. Auf der Arche laden Vogelgesang, das Summen von Wildbienen und Hummeln oder der Duft blühender Pflanzen dazu ein, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen und die Natur bewusst wahrzunehmen.

Ein besonderes Erlebnis bietet unser Barfußpfad. Ob Sand, Kies, Holz, Rindenmulch oder Wasser – die unterschiedlichen Untergründe laden Groß und Klein dazu ein, die Natur einmal ganz anders zu entdecken. Barfuß unterwegs zu sein schärft die Sinne und macht spürbar, wie vielfältig die Natur selbst auf wenigen Metern sein kann.

Wir laden unsere Besucherinnen und Besucher ein, sich Zeit zu nehmen, genau hinzuschauen, hinzuhören und die Natur mit allen Sinnen zu erleben.

Nicht nur Bäume und Sträucher prägen die Arche, sondern auch die vielen Kräuter, Beeren und Gemüsepflanzen, die auf unserem Gelände wachsen. Je nach Jahreszeit und Gartenjahr gedeihen hier unter anderem Erdbeeren, Himbeeren sowie verschiedene Gemüsesorten wie Auberginen und weitere Kulturen. Besonders wertvoll sind für uns die zahlreichen heimischen Wildkräuter, die ganz von selbst auf unserem Grundstück wachsen. Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch, Gundermann oder Spitzwegerich sind wichtige Nahrungsquellen für Insekten und können auch vom Menschen genutzt werden.

Brennnesseln sind ebenso wie die Brombeeren eine wichtige Winterfutterpflanze für unsere Tiere und Disteln lieben unsere Esel ganz besonders. Je nach Witterung lassen sich auf unserem Gelände sogar verschiedene essbare Pilze entdecken. Sie zeigen, wie vielfältig ein naturnaher Garten sein kann und dass oft schon ein genauer Blick genügt, um die kleinen Schätze der Natur zu entdecken.

Wenn Bäume erzählen könnten...

Manche Bäume auf der Arche begleiten diesen Ort schon seit langer Zeit. Wir haben viele Eschen auf unserem Gelände. Besonders prägend ist ein sehr großes, altes Exemplar. Ein Baumfachmann hat sie auf ca. 350 Jahre geschätzt.

Beeindruckend, was so ein Baum in seinem Leben schon alles erlebt hat. Die ursprünglichen Besitzungen des Fürsten Malte zu Putbus lagen bei Vilmnitz (heute ein Ortsteil von Putbus) auf Rügen sowie auf dem Festland bei Brandshagen, das seinen 1249 erwähnten Namen Borantenhaghen von einem Borante aus dem rügischen Fürstenhaus herleitet. Vielleicht hat der Fürst ja schon damals unsere Esche besucht …

Mit ihrer beeindruckenden Größe erinnert sie daran, dass Natur Zeit braucht, um zu wachsen. In der nordischen Mythologie gilt die Esche als Weltenbaum Yggdrasil, ein Symbol für Leben, Stärke und Verbundenheit. Yggdrasil verbindet Himmel, Erde und Unterwelt. Er ist Achse, Quelle des Lebens, Ort des Schicksals und Spiegel des Kosmos selbst. Seine Äste breiten sich über die neun Welten aus, seine Wurzeln reichen in die Tiefen der Schöpfung, und sein Stamm hält das Gefüge der Realität zusammen. Diese Bedeutung passt auf besondere Weise zur Arche Brandshagen, auf der Mensch, Tier und Natur in enger Gemeinschaft zusammenleben.

Schon gewusst?

Die Brennnessel ist eine wichtige Pflanze für viele Schmetterlinge und andere Insekten. Sie ist ein Superfood mit vielen gesunden Inhaltsstoffen, eine traditionelle Faserpflanze und liefert guten Dünger für unser Gemüse im Garten.

Disteln sind weit mehr als piksende «Unkräuter». Ökologisch wie optisch gesehen sind sie ein wahrer Gewinn für jeden Garten. Sie bieten zahlreichen Insekten und deren Raupen eine Menge Pollen und Nektar sowie Schutz und nähren mit ihren proteinreichen Samen diverse Vögel im Winter.

Mensch und Natur gehören zusammen

Die Natur auf unserem Gelände ist kein fertiger Park. Sie verändert sich mit den Jahreszeiten. Manche Pflanzen säen sich selbst aus, andere werden bewusst gepflegt. Gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern erleben wir jedes Jahr aufs Neue, wie vielfältig und faszinierend dieses Miteinander von Mensch, Tier und Pflanzen sein kann.

Ein Ort im Wandel – wie die Jahreszeiten die Arche verzaubern

Unsere Bäume und Sträucher verändern die Arche im Laufe des Jahres ständig. Im Frühjahr blühen Hasel, Salweide und Obstbäume. Im Sommer reifen Mirabellen und Pflaumen. Der Herbst bringt Äpfel und Nüsse, während sich die Blätter färben und Tiere Vorräte sammeln. Jede Jahreszeit zeigt die Natur von einer anderen Seite – und macht einen Besuch auf der Arche immer wieder besonders.

Selbst wenn im Winter die Natur zur Ruhe kommt, verliert die Arche keineswegs ihren Reiz. Während Frost und Schnee die ästhetischen Silhouetten der kahlen Bäume verzaubern, bieten sie zahlreichen Vogelarten und kleinen Erdbewohnern wichtigen Schutz und Nahrung. Das leise Knirschen unter den Sohlen und die klare Winterluft laden zu besinnlichen Spaziergängen ein, bei denen man die Stille des Geländes ganz neu erleben kann. So schließt sich der Kreis des Lebens – bis der nächste Frühling die Arche wieder in ein buntes Meer aus Blüten verwandelt.

Wildpflanze des Jahres 2026 – der gewöhnliche Natternkopf

Warum diese Pflanze in jeden Garten gehört lesen Sie hier.

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